Monatsimpuls


April 2022

 

„Ich singe dir mit Herz und Mund, Herr, meines Herzens Lust;
ich sing und mach auf Erden kund, was mir von dir bewusst.“

So beginnt ein Lied aus unserem Gesangbuch, dessen Text der Dichter Paul Gerhardt schrieb. Diese erste Strophe bringt zum Ausdruck, wie wichtig in unserer Kirche und in unserem Leben die Musik und ganz besonders das Singen ist. Eine Kirche ohne fröhlichen Gesang ist doch völlig undenkbar. Wir haben in den letzten zwei Jahren sehr gespürt, wie es ist, wenn das Singen in den Gottesdiensten nicht möglich ist. Ich glaube, dass sich so gezeigt hat, dass es ohne Musik und gemeinsames Singen einfach nicht geht. Zum Glück ist es ja jetzt wieder möglich, laut in das Lob Gottes einzustimmen. Und das muss auch nicht immer perfekt sein. Es kommt darauf an, dass man es mit ganzem Herzen und aus ganzer Seele tut.

Musik kann uns berühren, kann uns trösten, uns fröhlich machen und unsere Gefühle zum Ausdruck bringen. Das Singen ist aber nicht nur etwas für die gute Stimmung. Schon immer haben Menschen mit Gesang auch ihrer Trauer und Verzweiflung Ausdruck verliehen. Wir können damit unsere Klage vor Gott bringen und daraus neue Hoffnung schöpfen. So können wir Gott besonders nahe sein.

Und wir haben es zurzeit sehr nötig, dass uns etwas Halt und Kraft gibt. Das Weltgeschehen mit dem Krieg in der Ukraine und die noch andauernde Pandemie bereiten uns Tag für Tag enorme Sorgen.

So ist es gut, dass wir uns darauf besinnen, was wir mit der Musik für einen Schatz haben, der uns Hoffnung und Zuversicht gibt. Seien Sie eingeladen, in Gottesdiensten und Konzerten in das Lob Gottes einzustimmen und zu spüren, dass Musik einfach guttut.

 

Ihre Katharina Mücksch, Kirchenmusikerin