Monatsimpuls


„Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich.“ (1.Kor 15,42)

 

Wie ist das eigentlich mit unserer Auferstehungshoffnung? Sie ist das markanteste Merkmal des christlichen Glaubens und vermutlich auch ihr angreifbarstes.

 

Wir glauben an die Auferstehung Jesu, an die Auferstehung der Toten und ich verkündige diese Hoffnung bei jeder Beerdigung. Und doch, das „Wie“ ist nicht geklärt. Paulus sagt: „Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich.“ Aber was genau diese Unverweslichkeit sein wird, das bleibt unklar. Auf jeden Fall irgendwie anders. Und ich denke, das darf uns reichen. Die Frage nach dem „Wie“ lenkt nämlich von der eigentlichen Botschaft ab. Wir Menschen wollen die Zukunft immer gerne planen. Wo werde ich wann im meinem Leben sein. Wie soll mein Haus, mein Auto, meine Kleidung aussehen. Und wenn mir jemand seine Zukunftsvision schildert, dann wird sie auch gleich von mir beurteilt. „Ich würde das ja anders machen.“

 

Gott kennt uns Menschen da schon ganz gut und macht es anders. Er schenkt uns die feste Zuversicht, der Tod hat nicht das letzte Wort und gleichzeitig muss dieser Zuspruch genügen. Wie diese Wirklichkeit aussehen wird, darüber schweigt er. Gut so. So darf ich hoffen und glauben, ohne zu bewerten und zu planen und darf mich einfach geborgen wissen in Gottes Hand und darauf vertrauen: „Christus lebt, mit ihm auch ich.“

 

Bleiben Sie behütet.

 

Ihre Pfarrerin Jennifer Scherf